Die Tragik der Fast-Fashion Industrie
Über 5 Milliarden Kleidungsstücke hängen in deutschen Kleiderschränken. Das sind ca. 95 Kleidungsstücke pro Kopf und jedes fünfte davon tragen wir so gut wie nie. Der Preis für Kleidung ist einfach viel zu günstig. Dafür zahlen ausgebeutete Menschen und die Umwelt einen viel höheren Preis. Derzeit verursacht die Textilindustrie jährlich etwa 1,2 Tonnen Co2 und damit mehr als internationalem Flug und Kreuzfahrten zusammen, das sind 5% der globalen Emissionen. Laut der britischen Ellen-MacArthur-Stiftung könnte Sie 2050 schon für 1/4 des Klimaschädlichen CO2-Ausstoßes verantwortlich sein. Hauptgrund hierbei sind die Herstellung von Chemiefasern und die langen Transportwäge. Aktuell machen synthetische Chemiefasern, wie z.B. Polyester den Großteil der genutzten Fasern bei Textilien aus. Durch das Waschen gelangen kleinste Plastikpartikel, das sogenannte „Mikroplastik“, in unser Abwasser und ins Meer und so letztendlich in unseren Körper.
Hinzu kommt die enorme Ausbeutung von Arbeitern in Anbau- und Verarbeitungsländern. Auch wenn die Modeindustrie dort Arbeitsplätze schafft, arbeiten die Menschen dort oft unter gefährlichen Arbeitsbedingungen für einen unzumutbaren minimalen Lohn. Zwar hat sich nach der tragischen Katastrophe in der Textilfabrik „Rana Plaza“ in Bangladesch einiges zum Besseren verändert, dennoch sind bis heute immer wieder Falle von Kinderarbeit und Sklavenähnlichen Verhältnissen in der Branche bekannt.
Momentan landen viele Textilien aus mangelnder Qualität schnell im Müll. Aus Diesem Grund lege ich bei BLER -COUTURE- Wert auf möglichst natürliche und biologisch abbaubare Materialien sowie eine sehr hohe Qualität bei der Verarbeitung, sodass Kleidungsstücke nach dem Gebrauch wieder gleichwertig in den Kreislauf einfließen können.